Benzin im Blut, Plastik auf der Schiene: Der Rennbericht vom 28. Januar

Dany = Daniel
Deny = Denis
Marky = Markus
Michi = Michael


Draußen herrschte nasskaltes Januarwetter, doch an der Strecke glühte das Netzteil. Vier Fahrer, drei Rennen und eine Mission: Wer beherrscht die Ideallinie am besten?

Lauf 1: Die Stunde des Sterns (Mercedes-AMG GT3 SLS)

Schon die erste Qualifikation des Abends zeigte, wie hoch das Niveau war. Michy brannte eine 8,718 s in den Slot und sicherte sich damit hauchdünn die Pole-Position vor Dany, der mit einer 8,738 s nur zwei Hundertstel dahinter lag. Noch enger ging es in der zweiten Startreihe zu: Deny (9,070 s) und Marky (9,073 s) trennten lediglich drei Tausendstelsekunden – ein Abstand, der auf der Schiene kaum noch mit bloßem Auge wahrnehmbar war.

Im Rennen nutzte Michy seinen Startvorteil perfekt aus. Mit der Präzision eines Uhrwerks spulte er 105 Runden ab und hielt die Konkurrenz auf Distanz. Dany gab alles und markierte mit 8,701 s die schnellste Runde des Laufs, kam im Gesamtklassement mit 101 Runden aber auf den zweiten Platz. Deny (98 Runden) und Marky (97 Runden) lieferten sich bis zum Schluss einen harten Fight um das Podium.



Das ergibt nach dem ersten Rennen folgenden Zwischenstand:




Qualifikation 2: Jagd nach der DTM-Bestzeit

Vor dem ersten DTM-Lauf stieg der Puls erneut. Marky konterte spektakulär: Mit einer Fabelzeit von 8,590 s sicherte er sich die Pole-Position. Michy (8,911 s) und Dany (8,951 s) knackten zwar die 9-Sekunden-Marke, blieben aber deutlich hinter dem Dominator zurück, während Deny (9,039 s) die Startaufstellung abrundete.

Lauf 2: Das DTM-Beben

Beflügelt von seiner Pole-Position ließ Marky im ersten DTM-Lauf nichts anbrennen. Wie entfesselt jagte er seinen Lamborghini durch die Kurven und distanzierte das restliche Feld um satte fünf Runden (135 Runden insgesamt).

Dahinter spielten sich dramatische Szenen ab: Obwohl alle drei Verfolger bei 130 Runden landeten, entschied die Winzigkeit der überfahrenen Teilabschnitte über die Platzierung. Dany sicherte sich hauchdünn den 2. Platz, gefolgt von Deny auf der 3, während Michy in seinem Ferrari 296 GT3 diesmal mit dem 4. Platz vorliebnehmen musste.



Lauf 3: Nervenschlacht im Ferrari

Nachdem ein Software-Crash von CockpitXP den Abend jäh unterbrochen hatte, standen die Fahrer vor einer besonderen Herausforderung. Anstatt der ursprünglich geplanten 21 Minuten wurde entschieden, die verbleibende Fahrzeit als intensives Sprintfinale über 13 Minuten auszutragen.

Michy bewies unter diesem zusätzlichen Druck die stärksten Nerven. In seinem Ferrari 296 GT3 nutzte er jede Lücke im dichten Verkehr und siegte mit insgesamt 84 Runden. Es war ein Rennen, in dem kein Platz für Fehler blieb, da jeder Abflug auf der verkürzten Distanz doppelt schwer wog.

Dahinter entbrannte ein erbitterter Kampf um die weiteren Podestplätze. Marky demonstrierte zwar erneut die reine Pace seines Fahrzeugs und brannte mit 8,535 s den absoluten Streckenrekord des gesamten Abends in den Asphalt, musste sich im Ziel aber mit 82 Runden geschlagen geben. Er sicherte sich damit hauchdünn den zweiten Platz vor Deny, der ebenfalls 82 Runden absolvierte, im direkten Vergleich der Teilabschnitte aber knapp unterlag. Dany komplettierte das Feld in diesem hochspannenden Restdistanz-Krimi mit 81 Runden auf dem vierten Rang.



Dies führt zu folgendem ersten Ziwschenstand in der DTM:



Das Fazit des Abends

Fahrer des Abends ist Michy mit zwei souveränen Siegen in unterschiedlichen Klassen. Den Speed-Award schnappt sich jedoch Marky, der als Einziger die Schallmauer von 8,6 Sekunden im Qualifying und im Rennen mehrfach durchbrach.